18.10.2013 – Weiherprojekt

Interessensgemeinschaft Dietersdorf

DIETERSDORF – Im Rahmen der Schwabacher Zukunftskonferenz und dem Projekt „Neue (grüne) Freiräume für Schwabach“ wird in einer ersten Phase der Fokus auf der Gestaltung der Dietersdorfer Ortsmitte liegen. Dafür hat die Interessensgemeinschaft Dietersdorf Überlegungen und auch bereits Planungen vorgelegt.

Die vorliegende Planung umfasst 13 Erlebnis- und Gestaltungsräume in der Dietersdorfer Ortsmitte. Davon steht der Dorfweiher an erster Stelle. Der vorhandene und zugewachsene Weiher wurde von den aktiven Mitgliedern der Interessensgemeinschaft auf eigene Kosten reaktiviert.

Der Weiherdamm war durch Nagetiere vollkommen durchlöchert und somit undicht. Schweres Baggergerät rückte im Auftrag der Interessengemeinschaft an und dichtete den Damm neu ab. Anschließend wurde dieser befestigt und neu begrünt.

Nach einer ersten sehr aufwändigen Entschlammung des Weihers wurde der optische Zustand verbessert. Im Winter muss jedoch eine erneute Entschlammung durchgeführt werden, denn die über mehrere Jahrzehnte abgesetzten Schlammsedimente sind einfach zu viel. Leider ist die natürliche Quelle, aus der der Weiher seinen Frischwasserzulauf erhielt, versiegt.

Eine erste Premiere der Neunutzung des Weihers zur Freizeitgestaltung fand bereits zur Kirchweih statt. Das ausgetragene Fischerstechen erfreute das zahlreiche Pubklikum in natürlich romantischer Kulisse. Somit hat die Weihergestaltung durch die Interessensgemeinschaft Dietersdorf bei der Bürgerschaft seine erste Probe bestanden.

Schließlich möchte die Interessensgemeinschaft die Kommunikation, das Zusammengehörigkeitsgefühl sowie die Lebensqualität im Stadtteil Dietersdorf fördern und verbessern.

Doch es geht noch weiter.
Geplant ist ein auskragendes Holzpodest, welches den direkten Zugang zum Wasser ermöglicht.
Ein Bereich für spezielle Pflanzen mit Lehrpfadkarakter ist ebenfalls vorgesehen.
Sitzbänke auf Sandsteinquadern montiert, werden zum Verweilen und beobachten einladen.
Zur biologischen Wasseraufbereitung sollen Karpfen eingesetzt werden. Angestrebt wird auch ein permanenter Frischwasserzulauf. So haben die Vertreter der Interessensgemeinschaft geplant, die paralell zum Weiher verlaufende Zwiesel mittels eines Wasserrades anzuzapfen und das ablaufende Weiherwasser der Zwiesel wieder zuzuführen.

Diesen wasserwirtschaftlichen Kreislauf besprachen die Vertreter der Interessensgemeinschaft mit Olga Unger und Matthias Moll vom Wasserwirtschaftsamt Nürnberg sowie Jörg Maier vom Tiefbauamt der Stadt Schwabach.

Weiterhin ist ein Kneipp-Becken vorgesehen. Ein Fußsteg auf Weiherhöhe soll den Zugang zum neuen naturnahen Freizeitweiher leichter ermöglichen.

Die städtischen Vertreter waren von den Ideen und vorgetragenen Planungen sehr begeistert, zumal all diese geplanten Maßnahmen wasserwirtschaftsrechtlich seitens der Behördenvertreter positiv eingestuft wurden. Die Planungen unterstützen die Natürlichkeit und die Nutzung des Zwiesel- und Weiherwassers. Weiterhin sahen alle Beteiligten, an dieser Örtlichkeit „etwas Schönes auf die Beine stellen zu können“, das dem Projekt der Zukunftskonferenz gerecht wird.

Das Gesamtarrangement wird, wenn es so kommen sollte, einen einladenden Zustand für die Dietersdorfer Bürger, aber auch für die Besucher, ausstrahlen. Bleibt abzuwarten, wie lange die Realisierung noch dauert. Die Aktiven der Interessensgemeinschaft Dietersdorf arbeiten bereits jetzt, die notwendigen Voraussetzungen für die naturnahe Gestaltung ihres Weihers zur Freizeitnutzung zu schaffen. Klaus Waldmüller

Bei der gemeinsamen Vorortbesprechung der Interessensgemeinschaft mit Behördenvertretern des Wasserwirtschaftsamtes Nürnberg und der Schwabacher Stadtentwässerung wurden die Ideen der naturnahen Gestaltung des Zwieselbachs und des Weihers positiv thematisiert. Foto: Klaus Waldmüller

Bei der gemeinsamen Vorortbesprechung der Interessensgemeinschaft mit Behördenvertretern des Wasserwirtschaftsamtes Nürnberg und der Schwabacher Stadtentwässerung wurden die Ideen der naturnahen Gestaltung des Zwieselbachs und des Weihers positiv thematisiert. Foto: Klaus Waldmüller