Verspätet, aber gestärkt in eine neue Aufgabe

Wolkersdorfs neuer Pfarrer Rainer Kroninger wird sich auch um Dietersdorf kümmern — Krankheit überstanden – 24.01.2012 08:15 Uhr

WOLKERSDORF/DIETERSDORF – Nach einem dreiviertel Jahr Vakanz haben die evangelischen Kirchengemeinden im Zwieselgrund wieder einen Pfarrer. Am Sonntag wurde Rainer Kroninger in sein Amt als „Pfarrer in Wolkersdorf und Dietersdorf“ eingeführt.

Der neue Pfarrer in Wolkersdorf und Dietersdorf, Rainer Kroninger (links), erhält von Pfarrerin Renate Schindelbauer (rechts) die Schlüssel der Kirchengemeinde Dietersdorf.

Der 57-Jährige sollte bereits im November in der Christophoruskirche begrüßt werden, konnte wegen einer schweren Erkrankung aber erst jetzt seinen Dienst antreten.

„Seit November sind Sie im Amt“, erklärte Dekan Klaus Stiegler deshalb bei der Einführung, „und ich freue mich, dass Sie jetzt gestärkt ihre Aufgaben angehen können.“ Er segnete Kroninger für seinen Dienst, fünf Wegbegleiter gaben ihm persönliche Worte mit auf den Weg.

Der neue Pfarrer wird neben seinen Aufgaben in Wolkersdorf im Umfang einer Viertelstelle im benachbarten Dietersdorf tätig sein. Denn beide Kirchengemeinden sollen künftig eng zusammenarbeiten. Erste Schritte hin zu dieser Kooperation sind bereits getan.

Oberbürgermeister Matthias Thürauf betonte, dass Wolkersdorf und Dietersdorf für ihn geschätzte Schwabacher Ortsteile seien.

Der katholische Pfarrer Edmund Wolfsteiner, Rektorin Carola Stöhr von der Zwieseltalschule und Herbert Mehwald vom Diakonieverein Zwieselgrund richteten dem neuen Geistlichen Grüße aus der Nachbarschaft aus. Senior Johannes Arendt und Pfarrerin Renate Schindelbauer hießen Kroninger und seine Ehefrau im Namen des Pfarrkapitels und der Nachbargemeinde Dietersdorf willkommen.

Gäste aus Kümmersbruck

Gäste aus dem oberpfälzischen Kümmersbruck verabschiedeten sich im Rahmen des festlichen Empfangs von ihrem früheren Pfarrer. Bürgermeister Richard Gassner und Vertrauensfrau Helga Günther überbrachten Grüße aus der Diaspora, wo Kroninger „viele große und kleine Spuren hinterlassen“ habe. Sie bedauerten, dass die evangelische Kirchengemeinde dort nun eine neue Kirche, aber zur Zeit keinen Pfarrer habe, und beglückwünschten Wolkersdorf zur gut gemeisterten Vakanzzeit.

„Ich weiß, was es bedeutet, in der Weihnachtszeit eine Kirchengemeinde zu vertreten“, erklärte Kroninger und dankte Pfarrer Werner Konnerth (Unterreichenbach) und Pfarrerin Renate Schindelbauer (Dietersdorf) für ihre Bereitschaft zu einem Dienst, der „länger als erwartet gedauert habe“. Nun bringe er seine Freude an der Arbeit und seine Berufserfahrung als Zutaten mit, sagte Kroninger im Blick auf das biblische Bild vom Sauerteig. Er wolle gemeinsam mit den Mitarbeitenden „den Teig kräftig kneten“ in der Hoffnung, dass Gottes Segen ihn aufgehen und zum nahrhaften, täglichen Brot für die Kirchengemeinde werden lasse.

st

Mit freundlicher Genehmigung aus dem Schwabacher Tagblatt.