Die nächsten 100 Jahre eingeblasen

Posaunenchor Dietersdorf feierte Jubiläum mit einem «Ohrenblick-mal-Fest» – 26.05.2008

DIETERSDORF (KWA) – Früh am Morgen glänzte der goldene Posaunenengel unter dem blauen Himmel hoch droben auf der Kirchturmspitze der Georgskirche und drunten im kleinen Dietersdorf standen Bläserinnen und Bläser bereit, um die Menschen mit Posaunenklängen zu wecken.

Zum Anfassen und Ausprobieren: Der Posaunenchor zeigte im Gemeindehaus Instrumente, Mundstücke und Zubehörteile. Damit wollte er die Besucher nicht nur informieren, sondern auch neugierig machen. Das Standkonzert mit allen Posaunenchören des Dekanats stellte die Verbindung zwischen dem kirchlichen und dem weltlichen Teil der Jubiläumsfeier her.

Im anschließenden Festgottesdienst erläuterte Pfarrer Hans-Jürgen Johnke, selbst ein Posaunenchorbläser, in seiner Predigt das Leben und Wirken eines Posaunenchores im allgemeinen sowie die gelebte Fröhlichkeit des Dietersdorfer Posaunenchores im besonderen. Drei Generationen, quasi vom Opa bis zum Enkel, spielen und leben im Jubelchor die musikalischen Ehre Gottes. Dies ist in der heutigen kurzlebigen Gesellschaft ein «seltenes und erfreuliches Beispiel an gelebter Fröhlichkeit». Aus allen Gesichtern der Chormitglieder war diese Freude zu erkennen. Als ältester Posaunenchor im Dekanat Schwabach lud der Dietersdorfer zu einem «Ohrenblickmal-Fest» ein und die anderen Posaunenchöre des Dekanates ließen es sich nicht nehmen, daran teilzuhaben.

Beim Standkonzert in der Dorfmitte unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Klaus Wedel leiteten die Musikanten vom kirchlichen zum geselligen Teil des Festtages über. Kurse, Ausstellungen, Kinderbelustigungen und Verpflegung sorgten für einen abwechslungsreichen Nachmittag im ganzen Dorf.

Das Fest 100 Jahre Posaunenchor ist für die Dietersdorfer Chormitglieder keinesfalls ein Höhepunkt, es ist vielmehr ein Meilenstein oder ein Etappenziel auf ihrem Weg, das Wort Gottes zu verkünden. Es ist ein schöner Moment, dies in einer großen Gemeinschaft zu feiern um anschließend mit geballter Fröhlichkeit, flotten Tönen und neuen Noten die nächsten 100 Jahre einzublasen.

Mit freundlicher Genehmigung aus dem Schwabacher Tagblatt.