Zwieseltalschule Wolkersdorf feierte Jubiläum

Wunsch von Rektorin Carola Stöhr: „Die gute alte Tafel soll bleiben!“ – 29.07.2013 10:00 Uhr

WOLKERSDORF – „Seit 75 Jahren gehen Kinder ein und aus. Seit 75 Jahren steht hier das schöne Haus. Hier leben, lernen, lachen Leute groß und klein. Zum Geburtstag – muss dies Fest wohl sein!“, sangen die Kinder, Eltern, Lehrer und Gäste auf die Melodie „Mit 66 Jahren“ von Udo Jürgens.

Riesenfreude war bei Klassleiter Mattias Laus (li.) und Rektorin Carola Stöhr (re.) während des Geburtstagsliedes vor dem Altbau der Zwieseltalschule deutlich erkennbar.

Dabei ließen es alle beim Partyhit der Zwieseltalschule Wolkersdorf so richtig „krachen“. Die Schule feierte „Geburtstag“.

Erfolgreich in Berlin

Im Jahre 1938 beschlossen, nachdem das Landratsamt Schwabach den Schulbau zunächst untersagt hatte, der damalige Bürgermeister Stief und Hauptlehrer Thoma, zum Reichsministerium nach Berlin zu fahren, um dort vorstellig zu werden. Und siehe da: Der Schulbau wurde auf oberster Reichsebene doch noch genehmigt. So kam die Gemeinde Wolkersdorf/Dietersdorf zu ihrer Schule.

Seitdem steht das altehrwürdige Gebäude der Grundschule im Zwieseltal zwischen den Orten Wolkersdorf und Dietersdorf.

Grundschule im Wandel

Mit der Erschließung von Neubaugebieten in den fünfziger Jahren und dem folgenden starken Zuzug im Zwieseltal war eine Erweiterung notwendig. 1964 wurde schließlich der Anbau eingeweiht. Im Jahr 1976 folgte die Turnhalle, und seit dem Jahr 2000 trägt die Grundschule Wolkersdorf den Namen Zwieseltalschule.

Im Laufe der Jahre ist die Schule mit den Kindern und auch den Aufgaben gewachsen. Mit künftig zehn Klassen muss die Zwieseltalschule wieder weiterwachsen. Dieses mal kommen Container zum Einsatz.

Wunderbare Kinder

Rektorin Carola Stöhr stellte bei der Festrede die Frage: „Schule, wohin gehst du? Was ist in 25 Jahren, beim 100.?“ Diese Entwicklung könne heute noch kein Mensch voraussagen. Stöhr wünschte der Schule „immer so wunderbare Kinder wie heute“. Auch viele Erwachsene und Eltern, die Kinder von damals waren, waren beim Fest anwesend.

Schließlich wird in der Zwieseltalschule gelebt, gelernt und auch gelacht. Die Schule formte die Kinder, aber auch die Lehrer, Eltern und Hausmeister. Umgekehrt gestaltete dieses Klientel auch ihre Schule in Form und Lehrinhalt. Eines ging in all den Jahren jedenfalls nicht verloren: die Lebendigkeit und Freude an dieser Schule.

Handschriftliches mit Kreide

Noch eines wünschte Carola Stöhr der Zwieseltalschule: „Dass bei allem technischen Fortschritt immer eine gute, alte Tafel im Klassenzimmer sein möge und Lehrer da sind, die auch noch ein schönes Tafel- und Schriftbild beherrschen!“ Dies sei ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturtechniken.

Mit dieser Geburtstagsrede katapultierte sich Rektorin Stöhr in die Herzen der Kinder und Eltern. Grußworte kamen auch von Ingrid Dröse (Schulamt Roth-Schwabach), von Susanne Pöllmann-Budnick (Elternbeirat) und Andreas Löhnert (Förderverein). Unisono lobten sie das gute Miteinander von Schule, Kindern und Eltern.

Geschenk vom Bürgermeister

„75 Jahrgänge Kinder genossen in der Zwieseltalschule Bildung, Spiel und Pädagogik“, erklärte Bürgermeister Dr. Oeser. Als Geschenk „überreichte“ er die finanzielle Zusage für das nächste Vorhaben im Rahmen der unerlässlichen Schulerweiterung.

kwa

Mit freundlicher Genehmigung aus dem Schwabacher Tagblatt.