2016: Nachbarschaftshilfe in Wolkersdorf und Dietersdorf

Kirchengemeinden, Diakonie und Arbeiterwohlfahrt packen gemeinsam an – 31.12.2015 11:12 Uhr

DIETERSDORF / WOLKERSDORF – Bei einem Treffen des Arbeiterwohlfahrt-Ortsvereins Wolkersdorf-Dietersdorf im Gemeindehaus Dietersdorf wurde die „Nachbarschaftshilfe“ vorgestellt, die 2016 aufgebaut werden soll.

„Gemeinsam gehen wir die Nachbarschaftshilfe an.“ Von links Gerda Suft (Diakonieverein), Pfarrerin Renate Schindelbauer (ev. Kirche), Reiner Göringer (Arbeiterwohlfahrt) und Pfarrer Edmund Wolfsteiner (kath. Kirche). Unterstützt werden sie dabei von SPD-Stadtrat Peter Reiß (re.) und Christine Heller vom Awo-Kreisverband (2. v. re.).

Der Vorsitzende des Ortsvereins Reiner Göringer und Christine Heller, die stellvertretende Kreisvorsitzende, sprachen im Namen der Arbeiterwohlfahrt ihren Dank an die aktiven Mitglieder aus, die unzählige Stunden über das Jahr hinweg in den Ortsvereinen tätig waren.

Die Awo habe ein auf die Menschen abgestimmtes Hilfesystem aufgebaut, das auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse der Menschen flexibel reagiere, hieß es. „Dass dies auch gut funktioniert, ist an den vielen positiven Rückmeldungen erkennbar“, so Göringer.

Stadtrat und SPD-Kreisvorsitzender Peter Reiß (SPD), der zugleich die Grußworte von Oberbürgermeister Thürauf übermittelte, und Pfarrer Edmund Wolfsteiner von der katholischen Kirchengemeinde Reichelsdorf-Wolkersdorf-Dietersdorf würdigten ebenfalls das Engagement der Arbeiterwohlfahrt gerade für diejenigen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.

Die evangelische Pfarrerin Renate Schindelbauer sprach über den Aufbau der Initiative „Nachbarschaftshilfe“. Die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden, der Diakonieverein Zwieselgrund und der Awo- Ortskreis Wolkersdorf-Dietersdorf haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese Nachbarschaftshilfe aufzubauen. Es soll eine Hilfe im Alltag sein, wie die Fahrt zum Arzt oder das Besorgen von Medikamenten aus der Apotheke, immer nur für eine kurze Zeit und nicht in Konkurrenz zu Pflege- oder Gärtnerdiensten. Dazu sei es nötig, vorhandene Hilfsnetze zu bündeln und weiter auszubauen.

Dies funktioniere nur, so Schindelbauer, „wenn ein Mut auf beiden Seiten vorhanden ist: einmal vom Hilfesuchenden selbst, dass er Hilfe benötigt, und auf der anderen Seite vom Handelnden, aktiv mitzudenken, zu planen und anzupacken.“

Konkrete Abtimmungsgespräche werden derzeit intensiv geführt, denn es geht unter anderem auch um die rechtliche Absicherung des Hilfeleistenden. „Der Bedarf jedenfalls ist sehr groß“, erklärte Schindelbauer.

KLAUS WALDMÜLLER

Mit freundlicher Genehmigung aus dem Schwabacher Tagblatt.