Kulturtage enden mit Nachwuchs-Nachmittag und Festkonzert

Finale mit jungen Talenten und erfahrenen Könnern – 29.10.2014 08:59 Uhr

WOLKERSDORF – Die 33. „Wolkersdorfer Kulturtage“ sind am Wochenende zu Ende gegangen. Einige Impressionen der Höhepunkte zum Finale:

„Von Swing bis Bach“ ist eine Veranstaltung im Haus der Gemeinde in Wolkersdorf, die sich ausschließlich jungen Musikern sowie der Haus- und Familienmusik widmet.

Ein Instrument zu lernen bedarf einer gehörigen Portion Ausdauer. Dabei ist die Freude an der Musik die Basis des Lernens. Es spielt dabei keine Rolle, ob sich der Lernende der klassischen oder der modernen Musik bedient.

So zeigten Kinder und Jugendliche bei der Veranstaltung „Von Swing bis Bach“ ihre Fertigkeiten. Im Publikum saßen Eltern, Großeltern, Freunde und auch die Musiklehrer. Einfach ist es nicht auf der Bühne zu stehen und das Lampenfieber zu unterdrücken. Doch die langjährige Erfahrung von Renate Engel und ihrer Tochter Katharina gaben den jungen Künstlern eine stützende Hilfe bei dem abwechslungsreichen Nachmittag.

Folgende junge Künstler traten als Solisten, Duett oder Trio bei der Veranstaltung auf: Pauline Flierl (Fagott), Sophie Heislbetz mit Mutter (Klavier), Lilly Kehl (Violine), Hanna Kupfer (Violine), Vanessa Müller (Violine), Agnes Neudorfer (Fagott), Lea Neumeier (Klavier), Sophia Neumeier (Klavier), Finja Schneider (Fagott) und Saola Truong (Klavier). Maria und Sanna Bind, Kathi Engel, Celina Fenner, Michelle Heik, Luisa Hoom, Antonia Kalusche, Teresa Kellmann, Lara Meer, Veronika Melcher, Tanja Müller, Rebecca Nicklas, Elena Peisl und Bianca Schummer waren die Chormitglieder der Singing Girls. Die Band Take off setzte sich mit Fiona Findlay (Gesang), Tanja Müller (Gesang), Patrick Rock (Gitarre), Julia Röhrich (Gitarre), Rudi Göttinger (Klavier) und Antonia Wild (Schlagzeug) zusammen.

Kunst einer ganz anderen Art präsentierte der Schwabacher Norbert Korn im Gemeindehaus Dietersdorf. In seiner Lichtbilderschau ließ er eine Expedition in die Region rund um den Baikalsee lebendig werden. „Heiliges Meer“ nennen die mongolischen Völker der Burjaten ihren Baikalsee.

Beim Festkonzert zum 100-jährigen Jubiläum der Georgskirche wurden die Kulturtage in das Jubiläum integriert. Das Schwabacher Kammerorchester unter der Leitung von Vladimir Kowalenko gastierte zusammen mit der Sopranistin Sabine Fulda in der Georgskirche und präsentierte ausdrucksstarke Interpretationen von Franz Schubert, Josef Gabriel Rheinberger, Pietro Mascagni und Antonin Dvorak.

Das Zusammenwirken von Orchester und Sopranistin Sabine Fulda war höchster Sensibilität geprägt und zog das Publikum in ihren Bann. Viel Fingerspitzengefühl zeigten Kowalenko und Fulda bei der Auswahl der Werke, deren Feinfühligkeit in den lyrischen Passagen die Kirche herrlich belebten. Kontrastreich waren die kraftvollen gespielten agilen Tempi. Viel Musikfreunde jedenfalls quoll dem Publikum entgegen, das dies mit lang anhaltendem Applaus würdigte.

Organistin Evi Auerbach ließ der Phantasie der Besucher des Schlussgottesdienstes mit ihrer Orgelmeditation freien Lauf.

Die Wolkersdorfer Kulturtage gehen traditionell mit dem ökumenischen Schlussgottesdienst in der Georgskirche zu Ende. Im kirchlichen Rahmen bewegen sich seit Beginn diese Kulturtage. Dies symbolisiert die Verbindung von Kirche, Kunst und Kultur. Pastoralassistent Michael Wiesel von der katholischen Kirchengemeinde Reichelsdorf-Wolkersdorf-
Dietersdorf sprach von der Phantasie, die lebensnotwendig ist, um den täglichen Herausforderungen mit Ideen zu begegnen.

Die musikalische Umrahmung übernahmen der Posaunenchor Dietersdorf sowie die Chorgemeinschaft Volkschor Schwabach und Sangesfreunde Dietersdorf. Evi Auerbach überzeugte mit ihrer Orgelmeditation „River flows in you“ von Yiruma.

KLAUS WALDMÜLLER

Mit freundlicher Genehmigung aus dem Schwabacher Tagblatt.